Offenes Ohr und klare Worte: Vertreter verschiedener Parteien zu Gast an der IGS Emmelshausen 

Am 5. November 2025 fand ein Foyergespräch mit fünf regionalen Parteienvertretern an der IGS Emmelshausen statt. Ari Arnold (Die Linke), Jutta Blatzheim-Roegler (Grüne), Susanne Müller (SPD), Fynn Stefan Klein (FDP) und Tobias Vogt (CDU) standen den Schülerinnen und Schülern der 9. bis 13 Klassen Rede und Antwort. Darüber hinaus waren einige Lehrkräfte, sowie weitere interessierte Emmelshausener zu der Veranstaltung gekommen.

Als Moderatorin leitete Julia Wickert die Diskussion. Dabei ging es zum einen darum, dass die Schülerinnen und Schüler, die im kommenden Jahr bei der Landtagswahl Erstwähler sein werden, Orientierung in der Parteienlandschaft von RLP erhalten. Zum anderen konnten alle Anwesenden die Gelegenheit nutzen, die Positionen der Parteien kennenzulernen und auch kritisch nachzufragen.

Zunächst richtete Schulleiter Matthias Wagner ein Grußwort an alle Anwesenden und drückte seinen Dank an die engagierten Politiker, wie auch die interessierten Schülerinnen und Schüler aus, die die Veranstaltung zahlreich besuchten. Anschließend hatten die Politiker die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen und ihren Weg in die Politik, sowie ihre Motivation für ihr Engagement zu beschreiben. Die ParteivertreterInnen sprachen ehrlich über die Herausforderungen ihres Berufs. Beispielsweise berichtete Susanne Müller (MdL der SPD), dass sie online oft Hass und Drohungen ausgesetzt ist, besonders wegen ihrer kritischen Haltung zur AfD. 

Alle waren sich einig, dass politisches Engagement der einzige Weg ist unsere Demokratie stabil zu halten.

Anlässlich des Gedenkens am 9. November diskutierten die Politiker über ein mögliches Parteiverbot der AfD. Während sich die Vertreterin der SPD, Susanne Müller, klar dafür aussprach, äußerten sich die anderen Vertreter, wie beispielsweise Frau Blatzheim-Roegler (Grüne) eher vorsichtig, da ein Verbotsverfahren kompliziert sei und nicht automatisch die zugrunde liegenden Probleme löse. Linke und FDP betonten, dass man die Ursachen für Rechtspopulismus verstehen müsse, sonst werde die Gesellschaft gespalten.

Außerdem wurden u.a. Themen wie der Umgang mit Migranten, das Verhältnis und Kritik an der eigenen Partei, Umgang mit Langzeitarbeitslosigkeit und Maßnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit diskutiert. Am Ende kamen zudem internationale Konflikte, etwa im Sudan oder im Nahen Osten, zur Sprache, die die Schülerinnen und Schüler besonders interessierten.

Der Besuch der Parteivertreter hat das politische Interesse vieler Schülerinnen und Schüler sichtbar geweckt -und machte deutlich, dass Demokratie am besten funktioniert, wenn man miteinander spricht statt übereinander. Im Rahmen der Schulbesuchstage rund um den 9. November werden auch im nächsten Jahr wieder Politiker an unsere Schule eingeladen, um die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten.

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