

Unter dem Motto „Portuguese language, culture and educational pathways“ startete ein ganz besonderes Kapitel unserer Schulentwicklung: 11 Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe begaben sich gemeinsam mit den Lehrerinnen Frau Goos und Frau Kiesgen auf eine spannende Entdeckungsreise nach Porto. Diese Fahrt markierte zugleich einen Meilenstein: Es war die erste Schüler-Mobilität im Zuge unserer neuen Erasmus+-Akkreditierung der IGS.
„Interkulturelle Kompetenz“ – was in der Theorie oft trocken klingt, wurde für unsere Schülerinnen und Schüler in Portugal zum lebendigen Abenteuer. Von der ersten Minute an ließen sie sich voll und ganz auf den Austausch ein.
Der kulturelle Sprung ins kalte Wasser erfolgte direkt am ersten Tag: Gemeinsam mit der Klasse 10a unserer Partnerschule, dem Colégio de Ermesinde, ging es ins Theater nach Porto. Ein Wagnis, das sich lohnte: Auch ohne tiefere Sprachkenntnisse gelang es allen, der Inszenierung eines portugiesischen Literaturklassikers aus dem 16. Jahrhundert zu folgen – ein Beweis dafür, dass Kunst und Mimik über Sprachgrenzen hinweg verbinden. Beim anschließenden Spaziergang durch die historischen Gassen Portos entdeckten die Jugendlichen gemeinsam die Wahrzeichen der Stadt.
Der Alltag im Colégio de Ermesinde, einer katholischen Privatschule, bot spannende Kontraste: In gemischten Teams erarbeiteten die Schüler Präsentationen über die feinen Unterschiede und überraschenden Gemeinsamkeiten ihrer Schulsysteme. Doch es blieb nicht bei der Theorie. Ein Ausflug ins Landesinnere zum Colégio de Sao Gonçalo de Amarante öffnete die Tür zu einer ganz anderen Bildungswelt. Da es in Portugal keine duale Berufsausbildung wie in Deutschland gibt, vermitteln die dortigen Schulen praktische Fertigkeiten direkt vor Ort. Unsere Gruppe zeigte sich tief beeindruckt von der professionellen Ausstattung in den Bereichen Design, Filmproduktion, Mechanik und Biotechnologie. In praxisnahen Workshops arbeiteten sie Hand in Hand mit den portugiesischen Gastgebern an kleinen Projekten und lernten so völlig neue Lernwege kennen.
Der Schlüssel zu diesem Erlebnis war die Unterbringung in Gastfamilien: Statt Hotelalltag gab es echtes portugiesisches Familienleben. Unsere Jugendlichen passten sich schnell dem neuen Rhythmus an – auch wenn der Schultag erst gegen 17 Uhr endete und das Abendessen nach deutschem Empfinden fast schon eine Nachtmahlzeit war. Kulinarisch bewiesen alle Mut: Spätestens am Ende der Woche hatten alle die berühmte „Francesinha“, das deftige Nationalgericht aus Porto, probiert und für gut befunden.
Die Verständigung klappte hervorragend: Kommuniziert wurde auf Englisch, oft ergänzt durch erste eifrig gelernte Brocken Portugiesisch. Dabei wurde der „Geist von Europa“ jederzeit spürbar. Ob beim Fachsimpeln über Fußball und den FC Porto, dem Entdecken neuester Musiktrends oder dem selbstorganisierten Strandnachmittag. Die Woche hat gezeigt: Erasmus ist mehr als eine Reise. Es ist das Knüpfen von Bändern, die über Ländergrenzen hinweg Bestand haben.
Nach dieser erlebnisreichen Woche blicken wir nun voller Vorfreude auf den April: Dann erwarten wir unsere portugiesischen Freundinnen und Freunde zum Gegenbesuch bei uns. Wir freuen uns riesig darauf, ihnen ein Stück unserer eigenen Kultur zu zeigen, unsere Schule zu präsentieren und die neugewonnenen Freundschaften weiter zu vertiefen!
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